10.11.2008: Supermarkt der Zukunft

Schülerinnen und Schüler testen Großmarkt auf seine Zukunftsfähigkeit.



Dazu trafen sich 10 Jungen und Mädchen aus den Klassen 10 an der Marienschule Krefeld mit 3 Auszubildenden zu einem zweitägigen Innovationsspiel im Metro - Großmarkt Krefeld. Schule und Markt kooperieren seit einigen Jahren im Rahmen der Initiative KSW-Kooperationsnetz Schule und Wirtschaft der Unternehmerschaft Krefeld. Die Pennäler hatten sich vorher u.a. schon mit Globalisierungsfragen im Zusammenhang mit der Metro beschäftigt und dazu auch eine Delegation chinesischer Marktleiter in der Schule begrüßt, aber so etwas gab es noch nie: Zwei Tage von Morgens bis Nachmittags im Markt und fragen, fragen, fragen.

Während es Konstanze, 15 Jahre alt, Spaß machte, „die Mitarbeiter zu löchern“, fand Richard „die Kundenbefragung echt cool“. Alle mussten ran, keiner konnte sich verstecken. Ziel des Programms war es, dass die Jugendlichen den Markt und sein Umfeld verstehen lernen und dass sie an Hand von Trendanalysen Erwartungen formulieren, wie wohl der Großmarkt der Zukunft aufgestellt sein muss. Ganz nebenbei wurden auch Fragen zur Verantwortung eines Unternehmens für die Beschäftigen, für die Gesellschaft und für die Umwelt behandelt. Dazu mussten Marktleiterin Tümay Sarvan und der Regionalbeauftrage Thomas Seidel auf den „Heißen Stuhl“ um sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu stellen. Dabei profitierte Marktleiterin Sarvan von ihrer 10 – jährigen Tätigkeit bei der Metro in China und konnte die beiden Welten – China und Europa – gut miteinander vergleichen.

Waren die Schüler begeistert von der Atmosphäre im Markt und der Vielschichtigkeit der Methoden und Aufgaben, war Thomas Seidel angetan von der Kreativität und vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. „Wir möchten zeigen, dass Handelswelt spannend ist. Dafür ist es wichtig, dass die Jugendlichen aus erster Hand Erfahrungen sammeln“, so Thomas Seidel. Die Trainerinnen Sabine Zdunnek und Silke Möller vom Institut Unternehmen & Schule, das das Programm entwickelt hat, wählten Methoden, die eine spielerische aber dennoch realistische Erkundung des Handelsriesen zuließen. „Uns ging es darum“, so Sabine Zdunnek, „dass die Schüler mit Spaß und Freude ihre Leistungsgrenzen testen“.

Zum Schluss wurden aus Schülern Berater. Mit Edding und Crepepapier entwarfen sie eigene innovative Geschäftsideen für einen zukunftsfähiges Handelsunternehmen. Heraus kamen unter anderen ein Zukunftsmarkt für Bioprodukte, ein World-of-Food-Restaurant und ein virtueller DVD Shop. Für die zwei erfolgreichen Tage im Markt erhielt jeder ein Zertifikat, das ihm oder ihr bestimmt später bei der Jobsuche behilflich ist.