19.02.2008: Trainieren für's Assessment-Center

Schüler und Schülerinnen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ratingen simulierten mit Friedrich Strahl, Bezirksgeschäftsführer der BARMER Ersatzkasse, die Teilnahme an einem Assessment-Center. Bei verschiedenen Aufgaben, wie sie in Auswahlverfahren für Nachwuchskräfte bei Unternehmen gestellt werden, konnten sich die angehenden Abiturienten auf die Probe stellen.

Bei der Eigenpräsentation hatten viele zittrige Knie und feuchte Hände. Es kam darauf an sich in drei Minuten selbst vorzustellen. Name, Hobbies, Ziele und der schönste Tag im Leben sollten genannt werden. Drei Minuten erscheinen dann schon mal wie eine Ewigkeit. Wenn man dann auch noch aufgeregt ist, dadurch zu schnell redet und die Hälfte von dem, was man sich vorgenommen hatte, gar nicht erwähnt, ist es schwierig, die anvisierte Zeit zu erreichen. Die meisten der Teilnehmenden staunten nicht schlecht, wenn sie nur knapp über zwei Minuten kamen.

Jeder erhielt nach der Vorstellung direkt eine Rückmeldung von der Beobachtergruppe und wurde auf Besonderheiten und Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Die Beobachtergruppe setzt sich aus erfahrenen Fachkräfte zusammen: Neben Christiane Stucke, Assistentin der Geschäftsführung bei der Ratinger Niederlassung der Ball Packaging Europe GmbH & Co. KG und Waltraud Thole, selbstständige Management-Trainerin und gleichermaßen Mitglied der Elternvertretung am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium waren auch immer die Schüler Beobachter, die gerade nicht aktiv agierten. So konnten auch sie die Beobachterrolle kennen lernen und aus den Rückmeldungen für ihre eigene Präsentation Tipps bekommen.

Im zweiten Teil des Assesssment-Centers stand eine Gruppendiskussion im Fokus. Fünf ausgewählte Schülerinnen diskutierten zu einem bestimmten Thema, nämlich wie sie einen Geldbetrag einsetzen wollen, der der Schule zur Verfügung gestellt wird. Während die fünf versuchten sich einzubringen und mit kreativen Ideen in der Gruppe zu einer Lösung zu kommen, beobachteten alle anderen.

Auch hier wurden die sprachlichen Fähigkeiten und bestimmte Verhaltensausprägungen der Kandidaten ins Visier genommen und in der anschließenden Feedbackrunde zurückgemeldet. Abschließend gab Friedrich Strahl wertvolle Hinweise über typische Übungen im Assessment-Center „Neben den Klassikern wie der Postkorb-Übung, bei der Vorgänge nach Prioritäten zu ordnen sind, gibt es Team-Aufgaben, bei denen die Beobachter in der Realsituation auf bestimmte Verhaltensweisen und z.B. auch das Zeitmanagement achten. Und dass auch in den Pausen ist im realen Assessment-Center in der Regel immer in Auge eine Beobachters auf den Kandidaten ruht, gab Herr Strahl den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg.