20.01.2005: Live-Schaltungen zwischen Schulen und Ausbildungswerkstatt

Schüler im Dialog mit Azubis
Im Rahmen des Projektes BLiK "Berufe live im Klassenzimmer" erhalten Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in die Arbeitswirklichkeit und können Auszubildende an ihren Arbeitsplätzen beobachten und befragen.

Der Umgangston bei der ersten Videokonferenz war noch etwas steif; die Fragen penibel vorbereitet, die Antworten ebenfalls. Doch bald schon - so zeigt sich Claudia Zeiler vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft überzeugt - "werden die ganz locker miteinander reden". Gemeint sind die Auszubildenden in der Lehrwerkstatt von ZF Sachs und die Schüler der Bergrheinfelder Hauptschule "Holderhecke", die aufgrund des Projektes "Berufe Live im Klassenzimmer" (BLiK) künftig öfter via Internet und Webcam miteinander konferieren können.

Rund 20.000 Euro hat der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (vbw) in das Schweinfurter "BLiK"-Netzwerk (das zweite in Unterfranken nach Bad Neustadt) investiert und neben den genannten Partnern auch noch die Wilhelm-Sattler-Realschule und (ab Januar) die Ausbildungswerkstatt von SKF angeschlossen. "Die Schüler stellen Fragen zur Ausbildung und erhalten Antworten in ihrer Sprache", fasst vbw-Bezirksgeschäftsführer das Motto der Aktion kurz und knapp zusammen. Ziel ist es, den künftigen Schulabgängern die Attraktivität einer Ausbildung im Metall- und Elektrobereich vor Augen zu führen.

"Die Zeiten des ölverschmierten Blaumanns sind vorbei", beschreibt Bischof den noch nicht komplett in die Öffentlichkeit getragenen Imagewandel. Mit der regelmäßigen "Schalte" hinein in die Ausbildunsgwerkstätten der Schweinfurter Großbetriebe können sich die Haupt- und Realschüler ein konkretes Bild machen von ihrem potentiellen Ausbildungsplatz. Und sie sollen auch aktiv umworben werden, denn: "Heute gibt es noch eine große Nachfrage nach Ausbildunsgplätzen - in naher Zukunft aber schon werden Auszubildende rar sein", so Bischof.

Sein Verband nennt die Bildung als "wichtigsten Standortfaktor für Deutschland" - neben der guten Infrastruktur und der sozialen Stabilität. Deshalb investiere man im großen Stil in Projekte wie BLiK und die Förderung der Ausbildung. Rund fünf Millionen Euro des vbw sind in den letzten fünf Jahren in derlei Maßnahmen geflossen. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Bischof: "Dies ist unser Beitrag, damit das deutsche Schulsystem wieder international wettbewerbsfähig wird."

Weitere Informationen unter www.bildunginbayern.de