04.05.2005: Girls' Day 2005: 6 Mädchen zu Gast in einer Autowerkstatt
Dreckige Finger? – Kein Problem, die kann man waschen! Finden die sechs Mädchen, die am Girls' Day 2005 ihr sauberes Klassenzimmer gegen einen Arbeitstag in der Autowerkstatt Croll & Sondermann tauschten.
Dass sie dabei kräftig mit anpacken mussten, störte die Mädchen nicht im geringsten. Ganz im Gegenteil: „Am meisten Spaß gemacht hat das Reifenwechseln,“ findet die 13jährige Emine Bektas, die erst befürchtet hatte, dass es in der Werkstatt langweilig werden könnte.
Sie ist zum ersten Mal beim Girls' Day dabei und weiß es jetzt besser: „Langweilig ist es nur, wenn es nichts zu tun gibt!“ Das trifft auf die Autowerkstatt zum Glück überhaupt nicht zu. Auch Deborah Balsamo von der Städtischen Realschule Heiligenhaus lobt ihren heutigen Arbeitstag. „Ich wollte selber gerne in eine Autowerkstatt. Zu sehen, wie Autos aufgebaut sind und wie man eine Batterie wechselt, finde ich spannend,“ freut sich die 15jährige.
Zwar ist sie noch etwas skeptisch, ob eine Ausbildung zur KfZ-Mechatronikerin der richtige Beruf für sie wäre, aber im Autoverkaufsbereich zu arbeiten, könnte sie sich schon vorstellen. Raimund Gohr vom Autohaus Croll & Sondermann unterstützt die Idee des Girls Days. In seinem Betrieb werden zur Zeit sechs junge Leute ausgebildet, davon eine Auszubildende.
„Der Umgangston unter den Jungs ist viel freundlicher, wenn eine Frau mitarbeitet.“ Von daher kann er nur jedem Mädchen raten, sich nicht von klassischen Männerberufen abschrecken zu lassen und sich möglichst viele Eindrücke von verschiedenen Berufsbildern zu verschaffen. Und wie wurden die sechs Mädchen von den Männern in der Werkstatt aufgenommen? – „Die sind alle total freundlich und hilfsbereit,“ bestätigen Deborah und Emine die Aussage des Chefs, bevor sie wieder in ihren viel zu großen Overalls an die Arbeit stapfen – es müssen wieder Reifen festgezogen werden und ein Auto wartet auch noch auf die Reinigung!
[Petra Tielboer, Institut Unternehmen & Schule GmbH]


