06.10.2008: Zukunft sichern!

Neue Schulpartnerschaft zwischen Bernhard-Adelung-Schule und toom-Verbrauchermarkt in Darmstadt beschlossen

Für Stefan Bechtel begann der Dienstagmorgen anders als sonst. Statt wie gewohnt eine Dienstbesprechung mit den Mitarbeitern im Markt abzuhalten, stand der Marktmanager des toom-Verbrauchermarktes Darmstadt vor Schülerinnen und Schülern einer Klasse 10 der Bernhard-Adelung-Schule und sprach mit ihnen über ihre Zeit nach der Schule. Was kann der Handel bieten, war sein Thema und welche Anforderungen stellt der Handel an die Bewerber. Dem "Antrittsbesuch" in der Schule folgte mittags die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Schule und Unternehmen die zukünftig näher zusammen arbeiten möchten.

REWE sucht mit seinen Vertriebslinien im Frankfurter Raum den engeren Kontakt zu den Schulen, weil „die Vorstellungen der Jugendlichen über den Handel durch Vorurteile geprägt sind", so Stefan Bechtel und „weil sie einfach zu wenig über den Handel und über die enormen Veränderungen wissen, die der Handel in den letzten Jahren vollzogen hat". REWE will mit seiner Initiative den Nachwuchs für den Handel begeistern.

Die Bernhard-Adelung-Schule bot sich als Partnerschule an, weil sie als Integrierte Gesamtschule alle Bildungsgänge und Abschlüsse beinhaltet und schon seit Jahren über einen sehr aktiven und attraktiven Fachbereich Arbeitslehre und darüber hinaus über ein umfangreiches Konzept der Berufsvorbereitung verfügt. Für Schulleiterin Heidrun Raum stellt die Zusammenarbeit mit toom/REWE einen weiteren Baustein auf dem Weg zu einer sinnvollen Öffnung der Schule nach außen dar.

Schule und Markt werden beim Aufbau und bei der Gestaltung der Zusammenarbeit vom Institut Unternehmen & Schule unterstützt. Das Institut hat seinen Sitz in Bonn und ist bundesweit tätig.

Durch die Einbindung von konkreten Beispielen aus der Wirtschaft in die Unterrichtsfächer werden die Schüler praxisnah an die Themen der Wirtschaft herangeführt. Zusammen mit den Schulen erarbeitet REWE Projektinhalte und praxisorientierte Themen, die auf den Lehrplan abgestimmt sind. Dadurch soll der Einstieg in eine langfristige und lebendige Zusammenarbeit gesichert werden. Neben berufsorientierenden Aktivitäten sollen auch andere Inhalte Gegenstand der Zusammenarbeit sein. So können sich Schüler z.B. mit der Frage beschäftigen, ob durch die Verlagerung vieler Handelsunternehmen auf die grüne Wiese, die Innenstädte veröden oder mit welchen Strategien ihr Partnerunternehmen den Verkauf ankurbelt.