12.11.2004: Lernen von den Deutschen

Europäischen Partnerschulen informieren sich über Schule-Wirtschaft-Kooperationen


Der Kontakt zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen kann gar nicht eng genug sein. Dies ist eine Erkenntnis, die Teilnehmer einer Projektveranstaltung im Morschener Kloster Haydau am vergangenen Wochenende zogen. Anlass für das Zusammentreffen von Pädagogen, Unternehmern und Lokalpolitikern war die Comenius-Konferenz.

Auf Einladung der Homberger Theodor-Heuss-Schule (THS) informierten sich die Teilnehmer über Ausbildungspartnerschaften und Projekte in Deutschland, England, Rumänien, Spanien und Tschechien.

THS-Direktor Hans-Hermann Schäfer berichtete nicht ohne Stolz über die enge Kooperation seiner Schule mit dem Melsunger Pharma-Unternehmen B. Braun, die unter dem Motto Lebendiges Lernen steht.

Die Schüler können Praktika bei der Firma machen und werden von Azubis als Mentoren betreut. Begleitend erhalten die Schüler speziellen Unterricht. So werden die Jugendlichen bereits frühzeitig mit betriebswirtschaftlichen Abläufen und unternehmerischem Denken vertraut gemacht. Zudem unterstützt B. Braun seit zwei Jahren die Schülerfirma College & Co., an der jeder THS-Schüler mitarbeiten kann.

Auch die Lehrer sind direkt in das Projekt eingebunden. Die Arbeitsgemeinschaft Schule und Wirtschaft bietet für die Pädagogen Fortbildungen an. Dort erfahren die Lehrer, was die Unternehmer von den jungen Leuten erwarten. So können sie gezielt gefördert werden, erklärte Frauke Syring, Referentin der Arbeitsgemeinschaft.

Die Seminar-Teilnehmer der Partnerschulen aus England, Rumänien, Spanien und Tschechien zeigten sich erstaunt über die enge Zusammenarbeit in Deutschland. „Ich glaube, wir haben die Spanier auf eine Idee gebracht, die sind ganz neugierig geworden“ sagte THS-Direktor Schäfer. Die Kooperation hat aber Grenzen, wie Schäfer feststellte: „Als Schule können und wollen wir nicht alles leisten, was die Wirtschaft von uns verlangt.“ (BF)

[Quelle: Hessische Allgemeine Online ]