25.04.2006: Friedrich-Hiller-Schule, Leuchtturm im hohen Norden

Wirtschaft und Arbeitsleben im Fokus

Ostholstein – 24.04.06: Im Herzen der Holsteinischen Schweiz in der Gemeinde Schönwalde am Bungsberg liegt die Friedrich-Hiller-Schule, eine Grund- und Hauptschule, die als „Offene Ganztagsschule“ zahlreiche, den Unterricht ergänzende Angebote macht. Mit der Abschaffung der Schulbezirke in Schleswig-Holstein geraten die Schulen untereinander in einen verstärkten Konkurrenzdruck, um die zum Fortbestand notwendigen Schülerzahlen zu erreichen.

Auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Profil legt die Friedrich-Hiller-Schule Schwerpunkte auf eine Öffnung in Richtung „Wirtschaft und Arbeitsleben“. Die Schule will damit einerseits ihren etwa 150 Hauptschülern bessere Perspektiven für den Übergang in das Arbeitsleben bieten und sie möchte sich in der Region als Kompetenzschule im Bereich Schule-Wirtschaft etablieren.

Erste Schritte sind bereits gemacht: Im Rahmen des Verbundprojektes "Startpunkt Schule: Bildungs- und Berufsbiographien entwickeln. - Neue Wege der Berufsorientierung in der Hauptschularbeit", das die Ministerien und Behörden für Bildung der Länder Hamburg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gemeinsam voranbringen, hat die Friedrich-Hiller-Schule Konzepte zur Optimierung der Berufsorientierung entwickelt und in die Erprobung gebracht.

Besondere Schwerpunkte dabei sind:

  • Weiterentwicklung der Praxistage für die verschiedenen Klassenstufen:
    Klasse 5: Praktikumsinformation durch Klasse 8
    Klasse 6: Berufsinformationstage durch Eltern
    Klasse 7: Ausbildungstage in den Beruflichen Schulen
    Klasse 8: Berufsinformation durch Auszubildende
    Klasse 9: Praktikumsgestaltung als unterrichtlich begleitete Praxistage
  • Einführung des Berufswahlpasses

Am 22.04.06 kamen Vertreter des Schul- und Gemeinwesens der Gemeinde in der Schule zusammen, um über den Einstieg in ein übergreifendes Konzept der Zusammenarbeit der Schule mit den Unternehmen vor Ort unter Einbeziehung der Gemeinde zu beraten. Der Impulsworkshop wurde vom Institut Unternehmen & Schule (UnS) begleitet, das durch seine Tätigkeit in verschiedenen Regionen Deutschlands über umfangreiche Erfahrungen im Aufbau systematischer und dynamischer Schule-Wirtschaft-Beziehungen verfügt.

Der Workshop ist Ausgangspunkt dafür, dass die Friedrich-Hiller-Schule in möglichst kurzer Zeit erfolgreiche Gespräche mit kleinen und mittleren Handwerksbetrieben im direkten Umfeld und mit namhaften Unternehmen in der Region führt, um diese als Partner für ein kompetentes Schule-Wirtschafts-Konzept zu gewinnen.




Im Bild:
Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (zweiter von links), Schulleiter Hans-Georg Rath (vierter von links), Unternehmens- und Elternvertreter, Kolleginnen und Kollegen sind entschlossen, ihre Schule durch einen verstärkten Dialog mit der Wirtschaft vor Ort nach vorne zu bringen.