02.12.2004: D21 Girls´Day Schulpreis wird erstmals verliehen
4 Schulen ausgezeichnet
Mit dem D21 Girls´Day Schulpreis werden erstmals Schulen ausgezeichnet, die den Mädchen-Zukunftstag besonders erfolgreich gestalten und in ihr Angebot schulischer Berufswahlorientierung integrieren. Bundesweit erhalten vier Schulen den Preis der Initiative D21 für ihre Girls´Day-Konzeption. Die Jury bildeten Harald Melcher, Geschäftsführer Ernst Klett Verlag und Mitglied des Vorstands der Initiative D21, Christa Frenzel, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Ulrich Thünken, Ministerium für Schule, Jugend und Kinder NRW, Anja Katthöfer, Initiative D21, Dr. Ursula Köhler, Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie, Projekt Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag. Sie entschied sich dafür, jeweils zwei erste und zwei zweite Preise zu vergeben.
Die Preisträger-Schulen sind:
- Städt. Mädchengymnasium Essen-Borbeck 1. Preis D21 Girls´Day Schulpreis
- Max-Planck-Gymnasium, Bielefeld 1. Preis D21 Girls´Day Schulpreis
- Albert-Schweitzer-Schule, Heidelberg 2. Preis D21 Girls´Day Schulpreis
- Riesengebirgsoberschule, Berlin 2. Preis D21 Girls´Day Schulpreis
Der D21 Girls´Day Schulpreis dient der Anerkennung von Schulen, die besonders engagiert und erfolgreich Mädchen auf die Berufswelt vorbereiten und hierfür innovative und langfristig angesetzte Konzepte unter Einbezug des Girls’ Day entwickelt haben. Diese erfolgreichen Modelle sollen beispielhaft für andere Schulen veröffentlicht werden.
"Das Städtische Mädchengymnasium Essen-Borbeck nutzt den Girls´Day hervorragend, um Mädchen auch auf technische Berufe aufmerksam zu machen", lobt Harald Melcher, Geschäftsführer des Ernst Klett Verlags. "Besonders die sehr gute Vor- und Nachbereitung des Girls´Day am Max-Planck-Gymnasium haben uns überzeugt. Es ist klar zu erkennen, dass man sich hier intensiv mit der Genderthematik auseinander gesetzt hat", so Anja Katthöfer von der Initiative D21.
Dr. Ursula Köhler, Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie macht deutlich: "Alle vier Preisträger-Schulen sind als gute Beispiele aus der Praxis Vorbilder für andere Schulen. Sie zeigen, wie innovativ die unterschiedlichen Schularten den Girls´Day gestalten und können so zur Nachahmung anregen. Mit der erstmaligen Verleihung des D21 Girls´Day Schulpreises möchten wir dazu einen Impuls geben." Der Preis ist dotiert mit jeweils 1.000 Euro für die beiden erstplazierten Schulen und jeweils 750 Euro für die beiden zweitplazierten.
Die Ergebnisse der Begleitforschung zum Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag lassen erkennen: Für die Schulen in Deutschland wächst die Bedeutung des Girls´Day. 60% zeigen sich zufrieden mit dem Aktionstag - mit stark steigender Tendenz. Auf positive Resonanz stößt das Interesse der Schülerinnen am Girls´Day sowie die Vor- und Nachbereitung des Aktionstags im Unterricht. In vielen Schulen ist der Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag mit begleitenden Aktionen für Jungen mittlerweile in Konzepten zur Berufsorientierung - z.B. im Schulprogramm - vertreten und damit Bestandteil des Schulprofils geworden. Doro-Thea Chwalek, bundesweite Koordinierungsstelle Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag erläutert dazu: "Idealerweise wird der Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag in das Schulprogramm zur Berufsorientierung aufgenommen und ist damit nicht mehr vom Engagement einzelner Lehrkräfte abhängig - die ganze Schule ist beteiligt und kann davon profitieren."
Die Integration des Girls´Day - Mädchen-Zukunftstags in das Schulprogramm gelingt dann, wenn für die Schülerinnen neben der Ermutigung zur Teilnahme auch eine unterstützende Vor- und Nachbereitung erfolgt. Gleichzeitig bietet der Tag die Möglichkeit entsprechend abgestimmte parallele jungenspezifische Angebote zur Berufs- und Lebensplanung durchzuführen. Der nachhaltige Erfolg des Mädchen-Zukunftstags ist vor allem abhängig von einer guten Informations- und Kommunikationskultur innerhalb der Schule - bezogen auf das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Kontaktpflege zu Betrieben/Unternehmen und örtlichen Netzwerken. Die Wettbewerbsbeiträge werden in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie auf der Internetseite www.girls-day.de anderen Schulen und Lehrkräften zur Verwendung bereitgestellt werden.
Weitere Informationen unter www.girls-day.de und www.initiatived21.de


