26.06.2006: Keine Ausgrenzung von Hauptschülern

Chancen durch gezielte Förderung an Hauptschulen erhöhen

BLLV-Präsident Dannhäuser und die Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Prof. Allmendinger, fordern bessere Förderung an den Hauptschulen. München – "Die desolaten Aussichten von Hauptschülern auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt sind ein gesellschaftliches Pulverfass", erklärten die Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Prof. Jutta Allmendinger, und der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Albin Dannhäuser, bei einer gemeinsamen Presse-konferenz am Mittwoch in München.

Um die Ausbildungsfähigkeit und Chancen von Hauptschülern zu verbessern, müsse dringend gehandelt werden. Die Jugendlichen bräuchten eine bessere Vorbereitung auf das Berufsleben als bisher. Vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren Eltern müssten noch systematischer von der Bedeutung einer beruflichen Ausbildung überzeugt werden. Allmendinger und Dannhäuser forderten Wirtschaft und Staatsregierung auf, ausreichend Ausbildungsplätze zu schaffen.

Beide warnten vor dem gesellschaftlichen Sprengstoff, der entstehe, wenn ein großer Teil junger Menschen ohne berufliche Perspektiven bleibt. Zudem würden alleine die Maßnahmen der Arbeitsagenturen für Jugendliche ohne Ausbildungsplätze jährlich 1,6 Milliarden Euro kosten. „Es wäre vernünftiger, bereits vorher in die Ausbildungsfähigkeit von Hauptschülern zu investieren“, so Allmendinger und Dannhäuser.

Die weiteren Forderungen schließen Fördermöglichkeiten für Hauptschüler sowie Apelle an Wirtschaft und Politik zur Ausweitung des Ausbildungsstellenangebotes ein.

Die ausführliche Pressemeldung können Sie unter www.teachernews.net nachlesen.
Quelle: Teachernews vom 25.6.2006