20.12.2004: "Hellmann ist nicht nur Spedition!"

Ergebnispräsentation der Lernpartnerschaft zwischen Hellmann und Domschule

Nach einer fast zweijährigen Zusammenarbeit im Rahmen einer Lernpartnerschaft präsentierten 17 Schülerinnen und Schüler des Realschulzweigs der Osnabrücker Domschule jetzt im Speditionsunternehmen Hellmann ihre umfangreichen Ergebnisse der Projektarbeit zum Thema "Nachhaltigkeit". Gleichzeitig endete damit auch der erste Durchgang der in Niedersachsen einmaligen Lernpartnerschaft, die von der in Osnabrück ansässigen Deutschen Bundesstiftung Umwelt ins Leben gerufen wurde. Zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler schon einmal die im Unternehmen angebotenen Ausbildungsberufe zusammengestellt und vor dem Deutschen Stifterverband, der in Osnabrück seine Jahrestagung abhielt, präsentiert.

In der zweiten Lern- und Erfahrungsphase sollten die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses "Nachhaltigkeit" in Gruppenarbeit eigenständig unternehmens- spezifische Themen aufgreifen, eigene Recherchen in der Literatur und im Internet durchführen, bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Hellmann nachfragen, die Ergebnisse dokumentieren, kritisch hinterfragen und in eine präsentationsfähige Form bringen.

Ausgehend von den vom Wuppertalinstitut vorgegebenen Lernbausteinen zum Thema "Nachhaltigkeit" entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, die Themenbereiche "Kommunikation im Unternehmen Hellmann und in der Domschule" , "Wie bekannt ist Hellmann in der Öffentlichkeit", "Energieverbrauch und erneuerbare Energien" und "Aufbau und Lebenszyklus einer Autobatterie" zu bearbeiten. Dazu wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die dann weitgehend selbständig, jedoch mit Unterstützung ihrer Lehrer, das methodische Vorgehen festlegten, die Ergebnisse diskutierten und zusammenstellten.

Dr. Walter Scheffczik und Stefan Jarvers, die als Lehrer den Wahlpflichtkurs begleiteten, waren sich einig: "Es ist wichtig, dass die jungen Menschen bereits in einer frühen Lebensphase sich mit komplexen Sachverhalten auseinander setzen und dazu umfassend Stellung nehmen. Das schult ihre Sprach- und Kommunikationsfähigkeit und bereitet sie optimal auf ihr späteres Berufsleben vor."

Mitinhaber und Geschäftsführer Klaus Hellmann war persönlich anwesend, um der Präsentation zu folgen. Er war sehr angetan, was die Schülerinnen und Schüler über das Unternehmen zusammengetragen hatten, vor allem aber war er überrascht, wie die Öffentlichkeit das Unternehmen am Standort Osnabrück sieht. Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, hatten die Schülerinnen und Schüler nahezu 100 Personen in der Innenstadt Osnabrücks befragt, wobei vor allem auch Fragen zum Engagement der Firma Hellmann im Bereich des Regionalengagements, des Umwelt- und Naturschutzes oder zu den Emissionsbelastungen durch die LKW’s gestellt wurden.

Dass die Mehrzahl der Befragten den Namen "Hellmann" mit der Spedition in Verbindung brachten, verwundert nicht, dass aber von fast 10% der Befragten die Maßnahmen des Natur-und Umweltschutzes, die Lernpartnerschaft oder die umweltschonenden Maßnahmen im Kraftstoffeinsatz genannt wurden, ist schon überraschend. „Diese Ergebnisse bestätigen uns, dass die Öffentlichkeit unser Engagement im Bereich des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit positiv zur Kenntnis nimmt und diese Aktivitäten auch positiv bewertet, meinte er im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad der vom Unternehmen initiierten Aktivitäten im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes und des regionalen Engagements.

Prof. Dr. Gerhard Lohmeier, Umweltberater und Koordinator der Lernpartnerschaft im Unternehmen, äußerte sich ebenfalls sehr positiv über den Verlauf des Projektes. Sein Fazit, "dass die Schülerinnen und Schüler auch kritisch hinter die Kulissen geschaut haben und in den Bereichen 'Kommunikation, Energie und Transportmittel' intensive Nachfragen hatten", bestätigte seine Überzeugung, dass die Jugendlichen insgesamt "hoch motiviert, kritisch und umweltbewusst sind".

Für einen Schüler der Lernpartnerschaft hat sich das Engagement in der Lernpartnerschaft besonders gelohnt: Thomas Abkemeyer erhielt einen der begehrten Ausbildungsplätze als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung im Unternehmen. Für zwei weitere Bewerber aus der Lernpartnerschaft gab es in diesem Jahr leider keinen passenden Ausbildungsplatz im IT-Bereich des Unternehmens, sie haben jedoch in anderen Unternehmen einen Ausbildungsplatz gefunden.

Hellmann bietet zur Zeit an allen Standsorten in Deutschland insgesamt 90 Ausbildungsplätze an, davon in Osnabrück 50. Im Speditionsbereich sind es 65 Jugendliche, die als Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung oder als Fachkräfte für Lagerwirtschaft beschäftigt sind, die anderen Ausbildungsplätze sind in den Bereichen Berufskraftfahrer und in den verschiedenen IT-Berufen angesiedelt. Insgesamt bietet Hellmann in diesem Jahr in 10 verschiedenen Berufen Ausbildungsplätze an, wobei sich die Anzahl der Auszubildenden in Deutschland gegenüber dem Vorjahr von 74 auf 90 erhöht hat, in Osnabrück von 34 auf 50 Auszubildende. Stefan Wimmer, Personalchef bei Hellmann, zeigte sich aber für den nächsten Durchgang der Lernpartnerschaft, der mit der Domschule vereinbart wurde, optimistisch: "Wenn die schulischen und persönlichen Leistungen unseren Erwartungen entsprechen, dann ist immer eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bei Hellmann vorhanden".