24.04.2006: "Jugend braucht Zukunft" - Neues Ausbildungsprojekt für Sachsen-Anhalt

Schüler werden fit für den Berufsalltag gemacht

Als Belohnung für erfolgreiche Praktika winken Ausbildungsplätze. Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, und das bildungszentrum energie GmbH (bze), Halle, starteten das neue Ausbildungsprojekt "Jugend braucht Zukunft". Schüler der Klassen acht bis zwöf werden dabei gezielt auf den Berufsalltag vorbereitet.

Das bze ist für seine innovativen und engagierten Ausbildungskonzepte in Mitteldeutschland bekannt. Geschäftsführer Bernd Koller konnte für diese Leistungen im Jahr 2003 den "Großen Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung entgegennehmen. Dieses Jahr ist bze zur Auszeichnung als "Premier" nominiert (Nominierungen 2006 für bundesweit ausgeschriebene Sonderpreise).

In Sachsen-Anhalt sind die Schüler der Klasse 9a der Sekundarschule August-Hermann-Francke in Halle für das Ausbildungsprojekt ausgewählt worden. Herzstück ist ein vom bze entwickeltes zweijähriges Praktikum für 26 Schüler, das am Montag, den 24. April 2006, mit einem fünftägigen Innovationsspiel zum Thema erneuerbare Energien begann. Beim Innovationsspiel beschäftigen sich die 26 Schüler mit den Zukunftstrends der Energiebranche und machen sich gemeinsam mit enviaM auf die Suche nach wegweisenden Ideen für Produkte und Dienstleistungen der Energiewelt von morgen.

Alle Schüler des Projektes, die ihr Praktikum erfolgreich beenden und in der Schule gute bis sehr gute Leistungen vorweisen, werden von enviaM mit einem Ausbildungsplatz belohnt. Im Gegensatz zu anderen Ausbildungsinitiativen richtet sich das Projekt ausdrücklich auch an Hauptschüer. Basis bildet das bundesweite Modell "Jugend denkt Zukunft" der deutschen Wirtschaft, das vom Institut für Organisationskommunikation GmbH (IFOK), Berlin, entwickelt worden ist.

Die Sekundarschule August-Hermann-Francke ist eine von drei Schulen, die für das Ausbildungsprojekt ausgewählt worden sind. In Brandenburg nimmt die Oberschule in Falkenberg teil, in Sachsen die Georg-Weerth-Mittelschule in Chemnitz. "Das Ausbildungsprojekt "Jugend braucht Zukunft" ist eine von vielen Antworten unseres Unternehmens auf den demographischen Wandel in Ostdeutschland. Sinkende Geburtenzahlen, Abwanderung und Überalterung der Bevölkerung machen vor der Wirtschaft nicht halt. Ab dem Jahr 2008 müssen die Unternehmen mit einem massiven Fachkräftemangel rechnen. Der Wettlauf um die kreativsten und klügsten Köpfe hat bereits begonnen. Das Suchen und Finden der richtigen Mitarbeiter für die zu besetzenden Stellen wird mehr und mehr zur entscheidenden Größe im Wettbewerb", so Ralf Hiltenkamp, enviaM-Vorstand Personal/Zentrale Dienste und Arbeitsdirektor.

Das Ausbildungsprojekt "Jugend braucht Zukunft" ist ein Baustein des von enviaM im Jahr 2006 entwickelten Konzepts zur Förderung junger Menschen in Ostdeutschland mit dem Titel "Jugend - Bildung - Zukunft". Das Konzept umfasst Aus- und Weiterbildungsinitiativen, die Unterstützung von gemeinnützigen und sozialen Projekten für Jugendliche in Kommunen sowie die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten bei der Nachwuchsgewinnung. "Ostdeutschland braucht auch morgen Menschen mit Energie. Unsere Jugend verdient Perspektiven. Mit unserem Nachwuchsprogramm "Jugend - Bildung - Zukunft" wollen wir jungen Menschen eine private und berufliche Zukunft in den neuen Bundesländern bieten", so Hiltenkamp weiter.