10.11.2006: "Mehr Wirtschaft in die Schule!"

Eine Forderung an Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen

Die zweite Veranstaltung der Stiftung Jugend und Bildung unter Schirmherrschaft von Dr. Annette Schavan fand am Montag, 6. November 2006 am Pariser Platz in Berlin statt.

"Bildungspolitik ist wie Forstwirtschaft", so Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski "man benötigt einen sehr, sehr langen Atem." Die Etablierung der ökonomischer Bildung in der Schule wurde rege vor einem interessierten Publikum aus Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen diskutiert.

Auf dem Podium im gut besuchten Atrium der Dresdner Bank in Berlin waren sich Steffen Flath (Staatsminister für Kultus in Sachsen und Vertreter der Kultusministerkonferenz), Christa Franke (BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.), Professor Kaminski (Institut für Ökonomische Bildung GmbH und Professor an der Universität Oldenburg), Dr. Jörg Köhler (Lehrer für Politik und Wirtschaft an der Internatsschule Schloss Hansenberg), Anke Papke (Direktorin Wirtschaft und Gesellschaft, Bundesverband deutscher Banken), Dr. Wilhelm Ruprecht (Europapolitischer Referent Abteilung Sozialpolitik, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) und Ulrich Wiegand (Geschäftsführer, Handwerkskammer Berlin) einig: Ökonomische Bildung muss integraler Bestandteil von Allgemeinbildung sein!

Mit der zweiten erfolgreichen Veranstaltung aus der Reihe "Bildung jetzt - Gespräche am Pariser Platz" wurde ein Dialog eröffnet, in dem konkrete Vorstellungen, Vorschläge und Impulse für Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen - vor allem für die Kultusministerkonferenz - formuliert wurden:

  • Entwicklung verbindlicher Bildungsstandards und entsprechender Kompetenzmodelle für den Bereich "ökonomische Bildung"
  • Einrichtung entsprechender Studiengänge für das Lehramt
  • Anerkennung und deutlichere Unterstützung für erfolgreiche Schulen und Projekte in diesem Themenbereich
  • Erweiterung des Angebots von Pilotschulen und Schulprofilen mit dem Schwerpunkt Wirtschaft
  • Erarbeitung curricularer Module für die Sek. I und Sek. II zur mittel- und langfristigen Vorbereitung des Faches "Wirtschaft" für alle Schulformen

Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. Eva-Maria Kabisch, Präsidentin der Stiftung Jugend und Bildung und ehemalige Abteilungsleiterin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin. Frau Dr. Kabisch dankte in ihrem Schlusswort nochmals den Partnern, die das Bildungsgespräch mit ihrem großen Engagement ermöglicht haben: der Dresdner Bank, dem Universum Verlag (Wiesbaden/Berlin), dem BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., dem Bundesverband deutscher Banken und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die Publikation mit praxisorientiertem Unterrichtsmaterial auf CD-ROM "Mehr Wirtschaft in die Schule" von Prof. Kaminski erscheint zur Didacta 2007. (Mehr Informationen unter www.universum.de/shop

[Quelle: "www.presseportal.de" vom 8.11.2006]