09.12.2004: Mittelstandsbeirat für bessere ökonomische Bildung an Schule aus
Betriebe wollen Lehrerpraktika anbieten
Am 7. Dezember 2004 kam unter der Leitung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement und des Parlamentarischen Staatssekretärs und Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung Rezzo Schlauch der Mittelstandsbeirat zu seiner 101. Sitzung in Berlin zusammen. Der Mittelstandsbeirat setzt sich aus unabhängigen Unternehmern, Freiberuflern und Wissenschaftlern zusammen, die den Bundeswirtschaftsminister in mittelstandspolitischen Fragen beraten.
Der Mittelstandsbeirat begrüßte die von der Bundesregierung beschlossenen Reformen am Arbeitsmarkt. Neben der weiteren Umsetzung der Reformen steht der Bürokratieabbau an zentraler Stelle. Ein Kernstück sei die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie.
Der Mittelstandsbeirat machte Vorschläge für eine Vereinfachung der Gewinnermittlung und Besteuerung von kleinen und mittleren Unternehmen. Es gelte, eine einfache Handhabung für kleine Unternehmen sicher zu stellen und insbesondere den mittleren Firmen die Anwendung von international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften zu erleichtern.
Die Beiratsmitglieder forderten, die ökonomische Bildung an den Schulen zu verbessern. Deshalb erklärten die Mittelständler aus dem Beirat sich dazu bereit, dass sie im nächsten Jahr das Angebot an Lehrer unterbreiten wollten, sich in ihren Unternehmen mit den praktischen Gegebenheiten im Mittelstand vertraut zu machen. Die Initiative wurde nachdrücklich von Staatssekretär Schlauch unterstützt. "Ich hoffe, dieses Angebot wird im wahrsten Sinn des Wortes Schule machen. Die Lehrer können dann den Schülern bessere Einblicke in das Wirtschaftsleben und Wissenswertes für das spätere Berufsleben vermitteln. Bei den Schülern wird damit gleichzeitig der Grundstein für unternehmensspezifische Anforderungen gelegt", so Schlauch.
[Quelle: Pressemitteilung des BMWA vom 8.12.2004]


