12.11.2004: "Workshop-Zukunft" auf dem Prüfstand

Initiative des DGB zur Berufsvorbereitung wird evaluiert


Sind Jugendliche wirklich fit für die Berufswelt? Angesichts immer knapper werdender Lehrstellen können sich Heranwachsende nicht früh genug auf spätere Anforderungen vorbereiten. Anderthalb Jahre lang wurden Jugendliche in NRW und Thüringen dabei im "workshop zukunft" unterstützt. Den Erfolg des berufsvorbereitenden Unterrichts untersucht derzeit ein begleitendes Forschungsprojekt der Universität Dortmund.

371 Schülerinnen und Schüler 9. und 10. Klassen bearbeiteten drei Schulhalbjahre lang in einer netzbasierten Lernwelt Themen wie Arbeitszeitmodelle, erfolgreiche Bewerbungen im Internet und die soziale Sicherung durch den Generationenvertrag. Per Rollenspiel erfuhren die Teenager, wie Tarifkonflikte ablaufen, und ein Unternehmensplanspiel machte die Einführung von Telearbeit nachvollziehbar. Fähigkeiten, wie selbstgesteuertes Lernen, Sozial- und Methodenkompetenz sollten dadurch gefördert werden.

Das Institut für Schulentwicklungsforschung unter Federführung von Prof. Dr. Renate Schulz-Zander in Kooperation mit Prof. Dr. Karl-Oswald Bauer (Universität Osnabrück) begleitete die elf Schulen bei der Projektarbeit. Das Team verglich die Entwicklung mit Ergebnissen von Kontrollklassen (205 Schülerinnen und Schüler), die nicht am Workshop teilgenommen hatten. Die Resultate der gemeinsamen Arbeit sollen unter anderem verdeutlichen, ob das Pilotprojekt die Jugendlichen besser auf den Einstieg in die Arbeitswelt vorbereiten kann.

[Quelle und vollständiger Bericht finden Sie unter: www.idw-online.de veröffentlicht von: Ole Lünnemann, Universität Dortmund]